NEP

Netzentwicklungsplan

Gemäß § 15a des Energiewirtschaftsgesetzes veröffentlichen die deutschen Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) in enger Abstimmung mit der Bundesnetzagentur (BNetzA) seit April 2012 einen Netzentwicklungsplan Gas. Seit 2016 wird der Netzentwicklungsplan im zweijährigen Turnus überarbeitet und in jedem geraden Jahr veröffentlicht. 

Der Netzentwicklungsplan enthält alle wirksamen Maßnahmen zur Optimierung, Verstärkung und zum bedarfsgerechten Ausbau des Netzes sowie zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit, die in den nächsten zehn Jahren netztechnisch für einen sicheren und zuverlässigen Netzbetrieb erforderlich sind. Insbesondere zeigt der Netzentwicklungsplan den Umsetzungszeitplan der Netzausbaumaßnahmen, welche in den nächsten drei Jahren durchgeführt werden müssen.  

Daneben arbeitet GRTgaz Deutschlandaktiv am europäischen 10-Year-Network-Development-Plan (TYNDP) der ENTSO-G mit.

INCREMENTAL CAPACITY

Verfahren für neu zu schaffende Kapazität

Gemäß Kapitel V der EU-Verordnung 2017/459 (NC CAM) beginnt mit Beendigung der Jahresauktion in jedem ungeraden Jahr ein Verfahren für neu zu schaffende Kapazitäten an den Kopplungspunkten im Anwendungsbereich des NC CAM. Während einer achtwöchigen Frist können Netznutzer Anfragen an neu zu schaffender Kapazität unverbindlich bei der Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas e.V. (FNB Gas) unter www.fnb-gas-capacity.de abgeben. Anfragen nach neu zu schaffender Kapazität am VIP France-Germany sind also nicht an GRTgaz Deutschland, sondern an den FNB-Gas zu richten. Alle Anfragen werden über den FNB Gas zentral gesammelt und an die betroffenen FNBs weitergeleitet. 

Anschließend erfolgt eine Bewertung der Anfragen in einer Marktnachfrageanalyse. Die Erkenntnisse werden im Nachfragebericht veröffentlicht. Sollte sich ein Bedarf an neu zu schaffender Kapazität ergeben, erstellen die FNBs einen Entwurf für den Projektvorschlag, welcher konsultiert und später von der Regulierungsbehörde bestätigt wird. Die neu zu schaffenden Kapazitäten werden in der nächst möglichen Jahresauktion angeboten und können verbindlich für die Zukunft gebucht werden. Nur wenn aufgrund der Buchungssituation der dazugehörige Wirtschaftlichkeitstest für das Projekt positiv ausfällt, werden die Kapazitäten dem Buchenden verbindlich zugeordnet und werden in der Netzplanung der FNBs berücksichtigt.

MEGAL AUSBAUPROJEKTE

MEGAL Mittelbrunn Gas-Druck-Regel- und Mess-Anlage

Die Erweiterung der GDRM-Anlage auf der MEGAL vor der Verdichterstation Mittelbrunn dient der Erhöhung der bidirektionalen Überspeisemöglichkeiten zwischen den Leitungen MEGAL und TENP. 

Das Budget beträgt für die gesamte Investition 37 Mio. €.

Die Inbetriebnahme der beiden neuen Anlagen soll Ende 2021 stattfinden.

 

 

 

MEGAL Rimpar Verdichterstation und GDRM-Anlage

Zur Erhöhung der Überspeisemöglichkeiten von der MEGAL in Richtung Norden für die L-H-Gas Umstellungsbereiche  wird die GDRM-Anlage für die Überspeisung von Gasmengen von der MEGAL in Richtung Sannerz erweitert. Außerdem ist der Neubau einer Verdichterstation geplant. Hierbei werden 3 neuen Turbinen und Gasverdichter installiert, die die bestmöglichen Umweltschutzanforderungen erreichen werden. 

Das Budget beträgt für die gesamte Investition 196 Mio. €. 

Die Inbetriebnahme der neuen GDRM-Anlagen soll 2020 stattfinden. Die Transportsbereitschaft der neuen Verdichterstation ist für 2023 vorgesehen. 

MEGAL Rothenstadt Verdichterstation

Der Neubau einer Verdichterstation dient der Verdichtung von aus dem Osten kommenden Gasmengen in Richtung Westen sowie der Erhöhung des Drucks für die Übergabe von Teilmengen nach Süden. 

Hier wurden drei neuen Turbinen und Gasverdichter mit insgesamt 45 MW Leistung installiert. 

Die neuen Anlagen (GDRMA und VS) wurden 2018 in Betrieb genommen.